Eine Produktion der
Nachdreh für visuelle Effekte abgeschlossen
Nachdem die Postproduktion sich anschickt, der mit Abstand zeitaufwändigste Teil der "Nazivampirs" zu werden, haben wir kurzerhand beschlossen, ein paar Elemente real nachzudrehen, die ursprünglich an einem Computer erstellt werden sollten. Leider ließen sich bestimmte Dinge nicht oder nur sehr ungenügend digital nacbauen, so dass wir jetzt unter der Ägide eines unserer Compositoren die sogenannten "Backplates" (Hintergrundelemente) für bestimmte Szenen des Filmes real und als Miniatur nachgedreht haben.

Nach einem langen, gräßlichen Tag voller Tränen, Schweiß und Angst sind wir jetzt allerdings mehr als zuversichtlich, dass der "Nazivampir" effektmäßig jetzt voll ausgestattet ist. Wir freuen uns schon jetzt auf den Showdown...


VFX-Nachdreh

Der Ton ist angelegt!
Hurra! Nach buchstäblich wochenlangem Ringen ist endlich der Ton (soweit intakt - siehe frühere Einträge) mit dem Bild verheiratet worden. Das heißt, dass mehr oder weniger ab sofort (lies: ab nächster Woche) der Rohschnitt beginnen kann.

...und ja: auch der Schnitt des Teaser-Trailers, der für den 16. November versprochen ist. Keine Sorge, ihr bekommt ihn zu sehen!
Tonprobleme
Beim Tonanlegen ist ein schreckliches Problem zutage getreten, mit dem wir vorher nicht in dem Umfang gerechnet hatten. Das Equipment, dass wir zum Aufzeichnen des Tones am Set ausgeliehen hatten (meines Wissens nach ein Fostex-DAT-Rekorder), hatte anscheinend mehrere Mängel, unter anderem einen Fehler, den ich als defekten oder abgeschliffenen Aufnahmekopf bezeichnen würde. Da dieser DAT-Rekorder aber von der Hochschule für Fernsehen und Film ausgeliehen war, konnten wir ihn nicht umtauschen.

Und das Problem schien auch während des Drehs nicht so drängend zu sein. Aber jetzt kommen die Probleme.

Der Ton ist zum Teil zerhackt, zum Teil dumpf und dabei geclippt, dadurch völlig unbrauchbar. Das betrifft nicht einen oder zwei Takes, sondern oft mehrere Takes hintereinander weg. Unsere einzige Hoffnung ist es, den Kameratoin zu verwenden - nur der wurde nicht ausgesteuert. Und er wurde nicht geangelt. Und er ist so weit vom Geschehen weg wie die Kamera - also in einer "weiten" Einstellung (z.B. einer "Totalen") so weit, dass man ihn nicht verwenden.

Es wird in der Tonmischung hektisches Filtern stattfinden, und wenn sich nichts retten läßt, dann müssen wir synchronisieren. Verdammt!
Bevor der Film geschnitten wird
Die Klappe
Viele denken sicherlich, dass der Schnitt des "Goldenen Nazivampirs" das ist, was uns momentan am meisten beschäftigen sollte. Im Prinzip stimmt das auch - bevor nicht der Schnitt fertig ist, kann die Arbeit an den visuellen Effekten und an der Musik nicht beginnen. Auf der anderen Seite gibt es zwei Stadien, nämlich den Roh- und den Feinschnitt, die beide jeweils ungefähr zwei Wochen beanspruchen, bevor man von einem "Ende des Schnitts" sprechen kann.

Das Problem ist aber, das zunächst Ton und Bild zusammengebracht werden müssen. Warum? Der Ton wird auf einem hochwertigen tragbaren DAT-Rekorder während der Dreharbeiten aufgezeichnet, das Bild auf der Kamera. Bevor der Schnitt beginnen kann, müssen Bild und Ton wieder synchron aneinander "angelegt" werden (dafür wird die Klappe am Anfang jeder Einstellung geschlagen). Weil wir etliche Stunden Material mit hunderten von Einstellungen haben, wird dieses Anlegen sicher bis Ende nächster Woche dauern.

...und erst danach kann der Rohschnitt überhaupt beginnen.